Gütesiegel

Es gibt unzählige davon - Gütesiegel
Deshalb haben wir Dir zur besseren Orientierung eine Liste mit den wichtigestens zusammengestellt. 

 

BDIH - Kontrollierte Naturkosmetik

 BDIH

Das bekannteste und weit verbreiteste Öko-Siegel in Deutschland für "Echte Naturkosmetik"  vom BDHI (Bundesverband Deutscher Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel)

  • Rohstoffe sind "so weit möglich" aus biologischem Anbau oder kontrollierter Wildsammlung.
  • Verzicht auf synthetische Farb- und Duftstoffe, Silikone, Paraffine und andere Erdölprodukte,
  • keine Tierversuche.
  • Der Einsatz von Rohstoffen toter Wirbeltiere (z. B. Nerzöl, tierische Fette oder Collagen) ist nicht gestattet.
  • Erlaubt sind einige naturidentische Stoffe zur Konservierung

 

EcoCert

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Siegel von Europas größter Kontroll- und Zertifizierungsverband im Bereich Umwelt, gearbeitet wird weltweit in 80 verschiedenen Ländern. Der Verband vergibt zwei Öko-Siegel: 

  • Biokosmetik: 95 % pflanzliche Inhaltsstoffe aus biologischem Anbau stammen, mindestens 10 % der gesamten Inhaltsstoffe müssen aus biologisch zertifiziertem Anbau kommen.
  • Naturkosmetik: mindestens 50 % der pflanzlichen Inhaltsstoffe müssen biologisch sein 

 

 

 NaTrue

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Die Interessengemeinschaft NaTrue hat im Mai 2008 einen verbindlichen Anforderungskatalog an Natur- und Biokosmetika veröffentlicht und bietet drei Qualitätsstufen. Diese erkennt man entweder an den abgewandelten Logos oder an Sternen am Logo ( 1 Sterne – Stufe 1, 2 Sterne – Stufe 2, 3 Sterne – Stufe 3)

Als Partner für Deutschland steht der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V. (IKW)

 

3 Standards:

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  • Um von NATRUE als „Naturkosmetik“ zertifiziert werden zu können, müssen die Inhaltsstoffe des Produkts natürlichen Ursprungs sein, jedoch nicht aus kontrolliert biologischem Anbau stammen.
  • Diese Grundstufe des NATRUE-Siegels definiert, welche Inhaltsstoffe erlaubt sind und wie sie verarbeitet werden müssen. Kosmetik mit dieser Zertifizierung erfüllt alle strengen Grundanforderungen. 

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Um von NATRUE als „Naturkosmetik mit Bioanteil“ zertifiziert werden zu können, müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

  • mindestens 70 % der natürlichen Inhaltsstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau und/oder kontrollierter Wildsammlung stammen
  • Im Vergleich zur NATRUE-Stufe „Naturkosmetik“ sind höhere Untergrenzen für natürliche, und niedrigere Obergrenzen für naturnahe Inhaltsstoffe festgelegt.

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„Biokosmetik“, die höchste und strengste NATRUE-Stufe

  • Mindestens 95 % der natürlichen Inhaltsstoffe müssen aus kontrolliert biologischem Anbau und/oder kontrollierter Wildsammlung stammen
  • Im Vergleich zur „Naturkosmetik mit Bioanteil“ sind noch höhere Untergrenzen für natürliche, und noch niedrigere Obergrenzen für naturnahe Inhaltsstoffe festgelegt.

 

NCCO - Certified Natural Cosmetics

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Anders als beim BDIH oder NaTrue wird dieses Gütesiegel nur an Hersteller vergeben, deren komplettes Sortiment zu 100 Prozent den NCCO-Richtlinien entspricht.

  • Produkte aus pflanzlichen Rohstoffen müssen aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA), zertifizierter Wildsammlung oder besser (Bioland, Naturland, Demeter) stammen.
  • Einzig wenn der Pflanzenrohstoff nicht in kbA-Qualität erhältlich ist, sind auch Qualitäten aus anderem Anbau zugelassen.
  • Tierische Rohstoffe müssen aus kontrolliert biologischem Anbau stammen. (z.B. Milch, Honig und Bienenwachs)
  • Alle Rohstoffe sind in 6 NCCO-Gruppen eingeteilt und in einer eigenen NCCO-Positivliste nach Anwendungsbereichen eingeteilt.

 

 

USDA Organic

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Das Öko-Siegel aus Amerika bietet eines der strengsten Zertifizierungsprogramme für organische Produkte.

  • Die Qualität überwacht ein staatliches Gremium, das bei Kosmetika dieselben Anforderungen stellt wie bei Lebensmitteln.
  • Ein Produkt, das dieses Siegel erhält und als "organic" ausgelobt wird, muss zu mindestens 95 Prozent aus organisch produzierten Inhaltsstoffen (ausgenommen Wasser und Salz) bestehen. 

 

 

Soil Association

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Dieses Öko-Siegel stammt aus Großbritannien und wird von der führenden privaten Zertifizierungsorganisation für organische Produkte vergeben.

  • 95 Prozent der aus Landwirtschaft stammenden Inhaltsstoffe müssen als organisch zertifiziert sein (exklusive Wasser)

 

 frei Bio + Reinheitsgebot

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Die Hautpflegeprodukte mit dem frei+ Bio Prüfsiegel enthalten natürliche Rohstoffe wie pflanzliche Öle, Fette und Wachse, Kräuterextrakte und Blütenwässer, oder ätherische Öle und Aromen, soweit möglich aus kontrolliert biologischem Anbau.

  • frei von synthetischen Zusätzen oder chemisch behandelte Inhaltsstoffen und Konservierungsmittel.
  • Auf umwelt- und ressourcenschonende Herstellungsverfahren, die optimale Abbaubarkeit von Rohstoffen sowie den sparsame Einsatz recycelbarer Verpackungsmaterialien wird geachtet.
  • Bei der Entwicklung und Herstellung wird vollständig auf Tierversuche verzichtet.
  • Das Unternehmen wählt Rohstoffe aus, die schon lange bewährt sind und deshalb nicht im Tierversuch getestet werden müssen.

 Demeter

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Der Bioverband Demeter entwarf in den 90er-Jahren erste Richtlinien für biodynamische Naturkosmetik.

  • Inhaltsstoffe mit mindestens einen Demeter-Rohstoffanteil von 90 Prozent
  • Verzicht unter anderem auf den Einsatz von Nanopartikeln, Mineralölen und Gentechnik.

 

Fair Trade 

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 Das Fairtrade-Siegel steht für fair angebaute und gehandelte Produkte, bei dem alle Zutaten zu 100 Prozent unter Fairtrade-Bedingungen gehandelt sind und physisch rückverfolgbar sind.

 

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 Kosmetikprodukte mit Fairtrade-Inhaltsstoffen werden mit dem Fairtrade-Produkt-Siegel in Kombination mit dem Zusatz „contains Fairtrade ingredient“ (dt: enthält Fairtrade-Bestandteil) gekennzeichnet. Wie beim Fairtrade-Produkt-Siegel auf Lebensmitteln gilt auch hier: Alle Inhaltsstoffe, die als Fairtrade-Rohstoffe verfügbar sind, müssen Fairtrade-zertifiziert sein.

 

Vegan Society England

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Das Siegel der Vegan Society England, der ältesten und angesehensten veganen Gesellschaft, garantiert, dass der gesamte Produktionsprozess tierversuchsfrei sein muss. 
Zusätzlich dürfen bei der Herstellung und Entwicklung von gentechnisch veränderten Organismen keine Tiergene oder Derivate tierische Substanzen enthalten sein.

 

Cruelty Free

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Zertifizierung durch den weltweit größten Tierschutzverband PETA (People for the Ethical Treatment of Animals)

  • Die PETA  befragt die Unternehmen umfangreich nach ihren Testmethoden, Tierversuche müssen im Unternehmen völlig ausgeschlossen sein.
  • Auch die Zulieferer und Hersteller einzelner Inhaltsstoffe der Unternehmen werden auf Tierversuche geprüft!
  • Verkauft ein Unternehmen auf dem chinesischen Markt, ist die Aufnahme nicht möglich (Der chinesische Markt schreibt Tierversuche für Kosmetikartikel vor)
  • Alle Unternehmen müssen eine verbindliche Zusicherungserklärung über die Tierversuchsfreiheit ihrer Produkte unterzeichnen 

 

Siegel für tierversuchsfreie Kosmetik

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Leaping Bunny Label für tierversuchsfreie Kosmetik

 

Das Siegel „Leaping Bunny“ ist derzeit das einzige international gültige Siegel, das Kosmetik ohne Tierversuche auszeichnet. Es wird von der Coalition for Consumer Information on Cosmetics (CCIC) vergeben, einem Netzwerk von acht Tierschutzorganisationen aus verschiedenen Ländern.

 

Hase mit schützender Hand

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Die Richtlinien für das Siegel „Hase mit der schützenden Hand“ wurden vom Deutschen Tierschutzbund zusammen mit dem Internationalen Herstellerverband für tierschutzgeprüfte Naturkosmetik, Kosmetik und Naturwaren e.V. (IHTN) entwickelt. Die Standards gehen über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus:

 

„Tierversuche sind sowohl an wirbellosen Tieren wie auch an Wirbeltieren verboten. Rohstoffe vom toten Tier sind tabu. […]. Hersteller dürfen keinen Konzernen angehören, die Tierversuche durchführen oder in Auftrag geben. Endprodukte und Rohstoffe dürfen nicht erstmalig im Tierversuch nach 1979 getestet worden sein. Keine Exporte in Länder, in denen noch Tierversuche durchgeführt werden, z.B. China. Importe von Herstellern und Vertrieben, deren Produkte in tierversuchsdurchführenden Ländern hergestellt werden […] sind verboten.“

 

V-Labels

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Die Kriterien des V-Labels

  • Verpflichtung der Hersteller zur Qualitätssicherung
  • Jährliche Produktkontrollen am Produktionsort
  • Keine genetisch veränderten Organismen
  • Überprüfung der verwendeten Inhalts- und Hilfsstoffe
  • Keine Tierversuche am Endprodukt

 

FSC

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Dieses international anerkannte Siegel des Forest Stewardship Council belegt, das Engagement für die verantwortungsvolle weltweite Waldwirtschaft.
Weltweit gilt: Ein FSC Wald ist frei von genetisch veränderten Pflanzen. Und die Rechte der im Wald lebenden Menschen werden respektiert und stehen unter besonderen Schutz.

 

GOTS (Global Organic Textile Standard)

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Siegelinhaber ist die Global Standard gemeinnützige GmbH, die von der International Working Group on Global Organic Textile Standards gegründet wurde. Ein Zusammenschluss verschiedener Organisationen, die sich für eine umweltverträgliche und sozial verantwortliche Textilproduktion einsetzen.

Ziel des Siegels: Einen weltweit einheitlichen, kontrollierbaren, sozialen und ökologischen Standard aufbauen, der die gesamte Produktionskette von Textilien umfasst und nachvollziehbar macht.
Inhaltlicher Schwerpunkt: Einsatz von Chemikalien während der Herstellung.

Textilien, die zu mindestens 70 Prozent aus biologisch erzeugten Naturfasern bestehen und die Anforderungen erfüllen, dürfen das GOTS Siegel ("made with x% organic") tragen.
Ab 95% bio-Anteil wird der Zusatz "organic" vergeben. 

Diese Phasen der Produktlebenszyklus deckt das Siegel ab: 

  • RohstoffproduktionAnbau von Naturfasern (z.B. Baumwolle) und Herstellung von Kunstfasern (z.B. Polyester)
  • HerstellungDie Produktion und Weiterverarbeitung von Garnen und Stoffen zu einem fertigen Kleidungsstück umfasst viele Teilschritte (z.B. Spinnen, Weben und Stricken, Nähen, Konfektionierung und Veredelung)
  • Transport / HandelDer Transportweg von einem Produktionsschritt zum nächsten sowie zum Endverbraucher
  • NutzungsphaseDie Phase des Gebrauchs durch den Besitzer
  • End-of-lifeEntsorgung der Textilien oder Rückführung der Stoffe in den Kreislauf (Recycling)
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